50 Jahre Aescher Zunft zu Wein- und Herbergsleuten, 21.März 2026
Die Aescher Zunft zu Wein- und Herbergsleuten wurde am 19.März 1976, dem Tag des Heiligen Josef, von fünf Aescher Bürgern gegründet. Der Bezug zum Wein ist offensichtlich: Seit 1982 besitzt die Zunft Rebstöcke in der Aescher Klus. Wieso auch Herbergen erwähnt werden, erklären Überlieferungen: Dort, wo heute das von Blarer Schloss (Gemeindeverwaltung) steht, stand vor dem 16 Jh eine Herberge, die Übernachtungsmöglichkeiten anbot.
Nach einer internen Feier am genauen Jubiläumstag wurde am 21.März weiter gefeiert, diesmal mit 150 geladenen Gästen von Zünften aus der Stadt, den Talzünften vom Land sowie mit Vertretungen von Gemeinde, Kirche und Kanton. Rolf Blatter als Zeremonienmeister und somit Organisator dieses Anlasses wusste natürlich genau, wen er anfragen muss, damit die Bewirtung reibungslos klappt: Den Gasthof Mühle und das Akkordeon Orchester Aesch!
So traf sich eine erste Gruppe von uns um 13 Uhr beim Pfarreiheim. Kalte und warme Häppchen standen bereit, die von Christine, Barbara, Nicole und mir auf Platten arrangiert und anschliessend den Gästen serviert wurden. Manu, Alois, Thomas, Andrea, Brigitte und Peter arbeiteten an der Getränkeausgabe, während Urs den Zapfhahn bediente. Small Talk mit Gästen gehörte genauso zum Job wie schmutziges Geschirr zu retournieren und abzuwaschen. Am Schluss wurde geputzt und die Küche aufgeräumt.
Mittlerweile begaben sich die Zünftler in die Kirche, wo das neue Aescher Zunftsbanner geweiht wurde. Mehr oder weniger zufällig erfuhren wir, dass das Zunftspiel (= Pfeifer und Tambouren der Ehrenzunft zu Brotbecken von Basel) vor ihrem Auftritt auch Durst hat! Also begannen wir nochmals mit Ausschenken und servierten die übrigen Häppchen. Bier und Wein zeigten sich als besonders beliebte Durstlöscher vor dem Auftritt! Vermutlich ist das auch für die Nerven sowie die Orientierung und Ausdauer gut. Immerhin war der Weg in die Löhrenackerhalle 1,5 km lang und führte nicht nur geradeaus! – Sei es wie es wolle! Wir räumten also nochmals alles auf, sodass wir eine tadellose Küche hinterlassen konnten.
Die meisten von uns hatten ihre Pflicht getan und konnten ins wohlverdiente Wochenende starten. Urs und ich begaben uns zur zweiten Gruppe. Simon, Sabine und Gaby erwarteten uns bereits in der Löhrenackerhalle. Daniela war leider krank. Moritz hat sie jedoch vorbildlich vertreten.
Unsere Aufgabe war, den Zunftbrüdern und ihren angereisten Gästen Getränke auszuschenken. Auch hier hat der lange Weg von der Kirche zum Löhrenacker Durst gegeben. Zudem heisst es ja «Zunft zu Wein- und Herbergsleuten», und der Aescher Wein ist auch wirklich gut! Jede geladene Zunft war mit Meister, Statthalter und Bannerträger vertreten. Viele Bannerträger kamen in ihrer Zunfttracht. Da stecken viele Geschichten dahinter, die wir leider nicht erfuhren.
Im Laufe des Nachmittags begrüsste Rolf die Gäste, hielt verschiedene Ansprachen, bedankte sich beim Gasthof Mühle und bei uns, führte durch den Nachmittag und vermutlich gab es im Laufe des Abends einige Informationen, Hintergründe und Geschichten zur Aescher Zunft und zu Gastzünften. Davon bekamen wir allerdings nichts mit. Als sich die geladenen Gäste zum Abendessen in den vorderen Teil der Halle begaben, räumten wir alles auf und gingen danach ins wohlverdiente Wochenende.
Einmal mehr hat das AOA gezeigt, dass wir nicht nur wunderbare Konzerte spielen können, sondern dass wir zuverlässige Partner bei unterschiedlichen Anlässen mit verschiedensten Aufgaben sind.
Pia Augsburger