Neujahrskonzert AOA

Neujahrskonzert AOA

Es ist Sonntag, der 11. Januar 2026 und ich bin zusammen mit meiner Frau unterwegs mit dem Zug. Vom Unterwallis fahren wir Richtung Visp, Lötschberg, Bern nach Basel durch eine wunderschöne, verschneite Gegend.

Aber warum bin ich auf der Reise nach Aesch?

Natürlich will ich auf keinen Fall das Neujahrskonzert des AOA verpassen, wo doch meine Freunde und auch mein Bruder Alois am Schlagzeug heute in der katholischen Kirche in Aesch ihren jährlichen Auftritt haben.

Kurz vor 16.40 Uhr komme ich zusammen mit meiner Frau in die Kirche, welche schon von vielen Leuten gefüllt ist. Alle warten auf den Moment, dass die Spieler und ihr Dirigent auf die Bühne treten.

Die Spannung ist gross! Was werden wir hören, und wie werden die verschiedenen Lieder vorgetragen?

Um genau 17 Uhr ist es dann so weit. Die 18 Spieler kommen auf die Bühne und setzen sich an ihre Plätze.

Zuerst gibt es eine kleine Ansprache der Präsidentin Christine Hidber und schon kommt von rechts der Dirigent David Meyer und stellt sich vor sein Orchester.

In der Kirche ist es absolut still und mit fiebernden Blicken schauen alle Richtung Bühne.

Der Dirigent hebt seine Arme und los geht’s mit dem Stück ‘British Friends’, welches mit ‘God Save the King’ startet. Die schönen Klänge erfüllen den ganzen Raum in der Kirche mit einer sehr guten Akustik. Schon ist es Zeit für den ersten Applaus.

Das zweite Lied ‘Highland Cathedral’ entführt uns in den Norden. Das Stück, welches im Normalfall mit Dudelsack gespielt wird, ist auch mit dem Akkordeonklang ein Genuss für die Ohren.

Dann fühle ich mich in meine Jugend zurückversetzt mit den Stücken ‘I Will Survive’, ‘Music is my best friend’ und einem Medley von Supertramp, meiner Lieblingsgruppe.

Alle Lieder sind großartig vorgetragen und man sieht, dass der Dirigent voll und ganz mit dem Orchester mitfiebert und jeder Stimme mit viel Gefühl die richtigen Einsätze gibt und auch zwischendurch das Publikum mit einbezieht.

Zwischendurch werden die Stücke vorgestellt und wir erfahren, dass für das Jahr 2026 in Deutschland das Akkordeon zum Instrument des Jahres gekürt wurde.

Wir hören noch ‘Teure Heimat’ aus der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi, ‘Halleluja’ von Leonard Cohen, ‘Jesus bleibet meine Freude’ aus der Kantate in G-Dur von Johann Sebastian Bach und ‘Time to Say Good-Bye’.

Als richtige Schweizer dürfen wir dann auch noch mit vollen Kehlen und unter der Führung des Dirigenten David den Schweizerpsalm mitsingen.

Nach einem nicht enden wollenden Applaus spielt uns das Orchester zwei Zugaben: ‘Goldfinger’ und ‘Just a Gigolo’.

Alle Zuhörer in der Kirche sind begeistert und auch ich kann nur BRAVO sagen.
Die Vorträge waren super!

Zum Schluss werden wir mit Champagner und kleinen Leckerbissen verwöhnt und können mit unseren Bekannten ein paar Worte und Eindrücke wechseln.

Ich muss sagen, dass es für mich schade ist, dass ich so weit weg wohne, sonst würde ich wie früher sehr gerne wieder mitspielen. 

Ich habe bereits meine Zeit für das nächste Neujahrskonzert 2027 reserviert!

Unterdessen bleibt mir die Erinnerung an dieses großartige Konzert.

 

Ein ehemaliges Mitglied; Dany Leuthard